Was heißt hier hochsensibel?

Was heißt hier hochsensibel? Alltag mit hochsensiblen Kindern und Jugendlichen ist nicht einfach, aber eine Bereicherung! Ihr Fein- und Mitgefühl, die Fähigkeit, intensive Freude zu erleben, das alles bereichert euer Familienleben.

Was heißt hier hochsensibel?

Der Alltag mit hochsensiblen Kindern und Jugendlichen ist nicht einfach, aber eine Bereicherung! Ihr Fein- und Mitgefühl, die Fähigkeit, intensive Freude zu erleben, das alles bereichert euer Familienleben.

Hochsensibilität ist ein besonderes Persönlichkeitsmerkmal, das es gilt, lieben zu lernen. Sowohl bei euch selbst als auch bei euren hochsensiblen Kindern und Jugendlichen. Menschen, die sich noch nicht mit Hochsensibilität beschäftigt haben, empfinden hochsensible Kinder und Jugendliche wohl am ehesten als dramatisierend. „Das ist doch unmöglich, so intensiv zu fühlen!“

Hochsensibilität zeigt sich bei Kindern und Jugendlichen durch einige typische Merkmale:

Gefühle wie Freude, Trauer und Wut werden intensiver erlebt.

Die große Freude auf einen Ausflug, die tiefe Trauer, wenn das Haustier geht und die gewaltige Wut die auftritt, wenn etwas nicht sofort gelingt.
Diese Gefühle lassen sich nicht mit „Stell dich mal nicht so an!“ abtun. Hochsensible Kinder und Jugendliche brauchen eine Begleitung und Verständnis dafür, dass ihre Gefühle zu ihnen gehören, verstanden werden und diese richtig sind.

Grübeln und Situationen auf sich beziehen

Hochsensible Kinder und Jugendliche beziehen Dinge auf sich selbst und nehmen diese persönlich. Sie fühlen sich nicht selten durch flapsig gemeinte Bemerkungen tief verletzt.
Oft steht man als Eltern da und denkt sich: „Was habe ich denn nun schon wieder Falsches gesagt? War doch nichts Schlimmes. Oder doch?“ Das erfordert viel Verständnis und Feingefühl.

Empathie und Mitgefühl für Mensch und Tier ist ausgeprägter.

Hochsensible Kinder und Jugendliche spüren, wenn es Mensch und Tier nicht gut geht. Meist schon, bevor der Betroffene es selbst merkt. Dazu gehört auch die Abneigung gegenüber Gewalt. Erfahrungsgemäß regeln hochsensible Kinder und Jugendliche ihre Streitigkeiten mit Worten statt mit Fäusten. Sie schauen auch nicht gerne Filme mit Gewalt, da sie mitfühlen und das Leid selbst spüren.

Starke emotionale Reaktionen auf alltägliche Dinge

Hochsensible Kinder und Jugendliche leiden beispielsweise unter einer schlechten Note. Sie haben das Gefühl, ihre Welt bricht aus den Fugen und alles ist sinnlos.

Selbstvorwürfe und sich über Fehler ärgern

Hochsensible Kinder und Jugendliche ärgern sich übermäßig über ihre eigenen Fehler. Sie wollen immer richtig handeln und wenn es mal nicht funktioniert, machen sie sich selbst Vorwürfe. Das kann auch dazu führen, dass diese Kinder und Jugendliche durch den erhöhten Selbstanspruch sich selbst ablehnen und sich für einen schlechten Menschen halten.
Sie bestrafen sich damit selbst. Wir Eltern sollten bei Fehlern eher trösten als schimpfen und dabei unterstützen, dass Fehler in Zukunft vermieden werden können. In anderen Situationen können Eltern aufzeigen, dass Fehler passieren und dies kein Weltuntergang ist. Zeigt auf, dass euch als Eltern auch Fehler passieren und wie ihr damit umgeht.

Grübeln und Situationen auf sich beziehen

Hochsensible Kinder und Jugendliche beziehen Dinge auf sich selbst und nehmen diese persönlich. Sie fühlen sich nicht selten durch flapsig gemeinte Bemerkungen tief verletzt.
Oft steht man als Eltern da und denkt sich: „Was habe ich denn nun schon wieder Falsches gesagt? War doch nichts Schlimmes. Oder doch?“ Das erfordert viel Verständnis und Feingefühl für die hochsensiblen Kinder und Jugendlichen.

Feine Sinne – intensive Wahrnehmung

Geräusche, Gerüche, Geschmack und Oberflächen werden intensiver vom hochsensiblen Kind und Jugendlichen wahrgenommen.
Staubsauger oder Fön können als unerträgliche Geräusche wahrgenommen werden, aber auch die Toilettenspülung kann ein immer wieder erschreckendes Geräusch sein.
Schlechte Gerüche in der Stadt, stark riechende Lebensmittel wie auch Putzmittel können Ekel auslösen.
Hochsensible Kinder und Jugendliche haben meist eine Vorliebe für eine gewisse Konsistenz für Speisen, dabei dürfen sie weder zu kalt noch zu heiß sein.
Das Etikett im T-Shirt, die frisch gewaschenen Socken und der kratzige Pullover führen nicht selten zu Verweigerung, diese Kleidungsstücke zu tragen.

Wie hochsensible Kinder und Jugendliche im Alltag begleiten?

Was unterstützend ist, ist Feingefühl, Verständnis und Liebe. Was weiter im praktischen Sinne hilft, sind feste Strukturen, Reviere, Rituale und eine angepasste Ernährung. Das langsame und behutsame Angehen an Veränderungen, die Reizreduzierung und das Rausnehmen von Druck. Entschleunigung im Alltag und das Reduzieren von Perfektionismus sind wichtige Maßnahmen. Läuft mal etwas schief, z. B. eine unglückliche Bemerkung, dann kann eine Entschuldigung beim hochsensiblen Kind bzw. Jugendlichen Wunder bewirken.

Hochbegabt – was bedeutet das?

Ist mein Kind hochsensibel?

Finde es mit einem hochsensibilität Test heraus. Dieser Test erhebt jedoch nicht den Anspruch,
Hochsensibilität zu diagnostizieren oder auszuschließen. Er dienst Dir für Deine Einschätzung.

Test – Hochsensibel Kind

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